
Pflanzenschutz ohne Chemie
Garford kombiniert seine kameragesteuerte Verschiebetechnik mit der elektrischen Unkrautbekämpfung von RootWave. Das patentierte System arbeitet mit hochfrequentem Wechselstrom.




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21. Januar 2026
Gesellschaft und Politik fordern europaweit die Reduktion von synthetischen Pflanzenschutzmitteln. Das sorgte in den vergangenen Jahren für eine Renaissance der mechanischen Pflanzenpflege durch Striegel und Hacke. Auf erosionsgefährdeten Ackerflächen oder bei Dammkulturen kann dies allerdings zu einem Zielkonflikt führen: der Bodeneingriff durch die Hack-Schare lockert die Bodenstruktur.
Erstmals lösen die britischen Unternehmen Garford und RootWave dieses Problem praxistauglich: Sie kombinieren die elektrische Unkrautbekämpfung mit der einzigartigen kamera-gesteuerten Verschiebetechnik. Dazu implementieren sie statt der Hackschare die Elektroden der RootWave-Technologie in die parallelogrammgeführten Scharträger des Branchenführers Garford.
Durch die neueste Generation KI-gesteuerter Kamerasysteme steuern die Bodenelektroden so exakt entlang der Kulturpflanzen-Reihen. Dabei erkennt die neue Kamera-Technologie die Nutzpflanzen auch bei hohem Unkrautdruck sicher. Denn sie berücksichtigt neben dem Faktor Farbe die Pflanzenform und das Blattprofil (Grün-auf-Grün-System). So können die Unkräuter bei der elektrischen Unkrautkontrolle bereits deutlich größer sein, als beim mechanischen Hackgang.
Das von RootWave patentierte System arbeitet mit hochfrequentem Wechselstrom (18 kHz). Dabei ist die Technologie für den Anwender besonders sicher. Bei einem Kontakt entsteht so kein gefährlicher Stromschlag. Berühren sollte man die elektrisch leitenden Komponenten allerdings nicht, denn es besteht die Gefahr von Verbrennungen. So werden auch die Unkräuter vernichtet: beim Kontakt über die Pflanzenblätter erhitzen die Bodenelektroden die Pflanzenzellen bis in die Wurzeln.
„Dieser systemische Ansatz ist bisher das einzige nicht chemische Verfahren, das bis in die Wurzeln wirkt, betont Andrew Diprose, CEO von RootWave. „Zudem liegen wir bei einem Kostenvergleich zu anderen Verfahren deutlich günstiger“, ergänzt Jonathan Henry, CEO von Garford die Vorteile des neuen Technologie-Konzeptes.
Unabhängige Tests haben belegt: bei der elektrischen Unkrautbekämpfung mit dem hochfrequenten Wechselstrom-System bleibt die Bodenbiologie erhalten. Die Makrofauna des Bodens, Nematoden, Bakterien und Pilze werden nicht geschädigt.
Durch die Zusammenarbeit des Hacktechnik-Spezialisten Garford und RootWave mit seinem elektrischen Unkrautbekämpfungssystem entsteht eine Allianz rund um die absolut neue „Electric Weeding-Technologie“. Diese schafft eine leistungsstarke Unkrautbekämpfung vor dem Hintergrund finanzieller und ökologischer Vorteile.
Bereits zur Saison 2025 wurden mehrere Vorserien-Geräte an Kunden europaweit ausgeliefert. Die Serienproduktion startet 2026 mit einem 3 m Frontanbaugerät und einem 60 kW Generator im Heckanbau. Dieser liefert die elektrische Energie für die RootWave-Technik zur Unkrautbekämpfung.

Garford kombiniert seine kameragesteuerte Verschiebetechnik mit der elektrischen Unkrautbekämpfung von RootWave. Das patentierte System arbeitet mit hochfrequentem Wechselstrom.


Um auch in Hackfrüchten den Pflanzenschutmittelaufwand weiter zu reduzieren, bietet der Hacktechnik-Experte Garford jetzt eine Bandspritze mit Fronttank-Behälter an.
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